rot. gut aufgestellt. bürgernah.

Politischer Kehraus in Heringen



Foto: (v. l. n. r.) Dank für die engagierte Rede zu Europa an Martina Werner (Bildmitte mit Blumenstrauß)  gab es zum Abschluss des „Politischen Kehraus“ von Timo Heusner (Bürgermeisterkandidat in Philippsthal), Karina Fissmann (Landtagsabgeordnete im Wahlkreis 10 – Rotenburg), Elke Künholz (Erste Kreisbeigeordnete), Torsten Warnecke (MdL und SPD-Unterbezirksvorsitzender), sowie Rolf Müller (DGB-Sekretär).

Beim neunzehnten „Politischen Kehraus“ der AfA und der SPD Hersfeld-Rotenburg in Heringen stand Europa im Mittelpunkt. Die Europaabgeordnete Martina Werner (Kassel) warb nachdrücklich dafür, das größte Friedensprojekt nach zwei Weltkriegen und den Jahren des Kalten Krieges auszubauen. „Die europäische Geschichte ist auch eine der Kriege, des Elends und der Not. Die Europäische Union hat dauerhaften Frieden gesichert. Faschistische und Militärdiktaturen sowie kommunistische Diktaturen bestimmten in Teilen Europas die Nachkriegszeit. Der Fall der Mauer hat vielen Menschen erstmals die Freiheit erbracht. Eine Freiheit, die von Menschen errungen wurde, die dafür zum Teil mit Haft, Folter und gar mit dem Leben bezahlen mussten. Das kann doch kein verantwortungsvoller Mensch wegwerfen,“ warb Werner vor gut 100 Gästen für Europa.

Der SPD-Unterkreis-Vorsitzende „Werra-Landeck-Dreienberg“, Bürgermeister Daniel Iliev, begrüßte zuvor die Gäste und erinnerte daran, dass noch vor dreißig Jahren der „Eiserne Vorhang“ der DDR Heringen von seinen Nachbarkommunen im Osten unüberwindlich abgeschnitten hatte. In einem Grußwort der Gewerkschaft ging Rolf Müller, Sekretär der DGB-Region Südosthessen, auf den neuen Kurs der Bundes-SPD ein. „Die Agenda-Politik der Sozialdemokraten hat vor 15 Jahren zu tiefen Verwerfungen zwischen Sozialdemokratie und Gewerkschaften geführt. Jetzt korrigieren die Sozialdemokraten die Fehler der Vergangenheit", erklärt Müller. „Jetzt kann ich wieder stolz sein auf meine SPD“, betonte er zum Abschluss.

Nach der Rede der Europaabgeordneten Martin Werner dankte ihr der SPD-Unterbezirksvorsitzende Torsten Warnecke für ihren Einsatz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. „Der jahrelange Widerstand insbesondere der konservativen Parteien im EU-Parlament konnte überwunden werden. Ein vernünftiges Arbeitnehmerentsendegesetz bedeutet zukünftig, dass die Löhne am Ort der Leistung für alle gelten. Und nicht, dass nur der Lohn aus dem Heimatland zählt. Damit wird der Schmutzkonkurrenz ein Riegel vorgeschoben. Die zum Teil kriminellen und ausbeuterischen Sub-Sub-Sub-Unternehmer werden es damit deutlich schwerer haben,“ erläuterte der Landtagsabgeordnete und bedankte sich herzlich beim Eisenbahnblasorchester Bebra für die musikalische Begleitung. Nach dem traditionellen „Steigerlied“ wurde das Heringsessen gereicht. Der Abend endete in vielen Tischgesprächen und der Aussicht auf den Jubiläums-Kehraus in 2020.

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