rot. gut aufgestellt. bürgernah.

Antrag zur Stadtverordnetenversammlung am 04.11.2021-Windpark Monte Kali


Nachdem die Stadtverordnetenversammlung auf Initiative der CDU und SPD-Fraktion am 16. September 2021 beschlossen hatte, im Rahmen des Windparks „Monte Kali“ keine Windkraftanlage auf städtisches Gebiet errichten zu lassen, wurde nun bekannt, dass die Energiequelle GmbH weiterhin am Bau von 6 Anlagen festhält, wenngleich nicht auf städtisches Gebiet.

Dadurch hätte die Stadt Heringen (Werra) – insbesondere der Stadtteil Kleinensee – weiterhin die Belastung, jedoch ohne größeren finanziellen Ausgleich.

Damit angesichts dieser veränderten Ausgangslage Schaden von der Stadt abgewendet wird, bitte ich die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Heringen (Werra) folgenden Beschluss zu fassen:

1.)    Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16. September 2021 (Tagesordnungspunkt 14) wird aufgehoben. Angesichts der sich jetzt veränderten Ausgangslage, dass nämlich durch unseren Beschluss vom 16.09.2021 kein Windrad verhindert werden kann, wird der Beschluss neu gefasst.

2.)    Damit beschließt die Stadtverordnetenversammlung, dass die durch die Energiequelle GmbH auf städtisches Grundstück geplante Windenergieanlage – unter Verlagerung auf den von der Energiequelle GmbH vorgeschlagene Alternativstandort – errichtet werden kann

3.)    Die Stadtverordnetenversammlung bittet das Regierungspräsidium Kassel um Erstellung eines erneuten Rastvogelflugmonitorings zum Windpark Monte Kali.

 

Begründung wegen Windkraftanlagen „Monte Kali“

Begründung erfolgte vom Stadtverordneten Alfred Rost: "Die Ortsbeiräte von Bengendorf und Kleinensee haben entsprechende Empfehlungen an  den Magistrat der Stadt Heringen abgegeben und mit sehr guten Gründen die Windkraftanlagen „Monte Kali“ abgelehnt.
Wir im Bereich der Gemarkung Heringen haben eigentlich bereits sehr viel geleistet für den Umweltschutz und für erneuerbare Energie.
Wir haben die Mülldeponie Herfa-Grund, die Kali Halde in Widdershausen, das Müllheizkraftwerk in Heringen.
Wir haben 8 Windräder Waltersberg, bekommen 10 Windräder Gaishecke, 3 Windräder in Lengers stehen bereits (auch nicht zur Freude der Lengerser Bürger) und bekommen noch gemeinsam mit Philippsthal 2 neue Windräder dazu.
Hier kann man feststellen, ob RP Kassel, oder die Landesregierung von Hessen, oder dem Forst interessiert nicht die Umwelt, sondern in unserer Region wird der Wald kaputt gemacht, Windräder für andere Regionen gebaut und der ländliche Raum sträflich vernachlässigt.
Aber leider haben wir wieder einmal keine Möglichkeit, dass unsere Interessen berücksichtigt werden

Auf die Bevölkerung in Herfa, Lengers, Bengendorf und Kleinensee wird ebenfalls keine Rücksicht genommen.
Wenn wir schon die Windkraftanlagen und zwar 6 Windräder Monte Kali nicht verhindern können, dann müssen wir wenigstens dafür Sorgen, dass der Stadt Heringen (Werra) kein finanzieller Schaden entsteht.
Kein Bürger in der Stadt Heringen und in den Stadtteilen würde verstehen, wir verzichten auf die Einnahme wo auf städtischen Grundstück ein Windrad gebaut werden soll.
Jeder muss wissen, wenn wir das Windrad auf städtischen Grundstück nicht genehmigen, wird das Windrad direkt neben unserem Grundstück und zwar auf dem Grundstück vom Forst gebaut und die Bedenken die Kleinensee wegen dem Windrad hat, bleiben bestehen.
Wichtig ist, dass der Magistrat der Stadt Heringen gebeten wird, den RP Kassel erneut anzuschreiben, ob der geplante Windpark „Monte Kali“ tatsächlich mit dem Vogelflug vereinbar ist.
Es geht hier um die Nähe zum überregional bedeutsamen Naturschutzgebiet „Rhäden“, entsprechend um den Vogelflug und Vogelzug.
Zudem sind bestände von Rotmilan, Mäusebussard sowie Fledermäuse in dieser Gemarkung vorhanden.
Schließlich wurden auch Schwarzstörche gesichtet.

Überdies wie ich bereits ausführte, sind erhebliche Schäden im Wald beim Bau und Erhalt der geplanten Windkraftanlagen zu erwarten.

Insbesondere werden die Beeinträchtigungen der Anwohner durch die geplanten Anlagen, besonders die Schallimmissionen, Schattenwurf und noch viele andere Beeinträchtigungen leider bisher nicht ausreichend von der Energiequelle GmbH dargestellt..
Mir ist bewusst, dass die 6 Windräder Monte Kali auf keine Gegenliebe in Kleinensee und Bengendorf stoßen.
Wir Stadtverordnete sind aber verpflichtet Entscheidungen zu treffen, dass der Stadt Heringen (Werra) durch unsere Beschlüsse kein Schaden entsteht.
Somit müssen wir den Beschluss vom 16.09.2021 aufheben. Leider können wir nicht verhindern, dass der Windpark Monte Kali mit 6 Windrädern gebaut wird.
Ich kann nur alle Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung bitten, dass der von mir als Stadtverordneter eingebrachte Antrag beschlossen wird."

rot, gut aufgestellt, bürgernah.