rot. gut aufgestellt. bürgernah.

SPD: Neuer Wind, Altbewährtes und die Regierungsfrage


Am vergangenen Freitag, den 19. Januar, fand wie jedes Jahr der Neujahrsempfang des SPD Ortsvereins Heringen im Martin-Luther-Haus statt. Gegen 18:30 Uhr eröffnete Stefan Wendel die Veranstaltung, in seiner ersten öffentlichen Amtshandlung als Vorsitzender des Ortsvereins. Nach einer Schweigeminute begrüßte er die zahlreich erschienen Gäste, die das Luther-Haus bis auf den letzten Stuhl füllten. Des Weiteren begrüßte er die Ehrengäste; unter ihnen Bürgermeister Daniel Iliev, Hausherr Pfarrer Dr. Thorsten Waap, Staatsminister Michael Roth MdB, Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke und der Hauptredner des Abends, Carsten Schneider, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.

Wendel stellte den Gästen den neu gewählten Vorstand nochmals vor und sprach die Sondierungsgespräche an, auf die seine Folgeredner aber noch genauer eingehen werden.

Thorsten Waap versicherte, dass er an diesem Abend ein parteineutraler Gast sei und daher die Sondierungsgespräche von neutraler Position aus betrachte. Abschließend sprach er den Gästen seinen Segen für das neue Jahr aus und wünschte dem Ortsverein eine sichere und erfolgreiche Zukunft.

Im Anschluss eröffnete Wendel das Buffet mit zahlreichen Leckereien und natürlich dem altbewährten Heringssalat. Hier gilt nochmals der Dank all denjenigen, die in die Vorbereitung für den Abend so viel Mühe und Zeit investiert haben.

Daniel Iliev begann seine Rede mit einem Dank an das Ehrenamt, insbesondere allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren, die am vergangenen Donnerstag die Sturmschäden beseitigt haben und die tagtäglich ihre Gesundheit für unsere Sicherheit riskieren. Anschließend berichtete er über die aktuelle Haushaltssituation der Stadt Heringen, sowie über den Fortschritt der Straßenbaumaßnahmen im Stadtgebiet. Zudem Sprach er sein vollstes Vertrauen in Michael Roth aus, die Kaliregion bestmöglich im Bundestag zu vertreten.

Carsten Schneider begann seine Rede mit einem Lob an den Bürgermeister für seine bislang geleistete Arbeit. Mit Blick auf den Sonderparteitag zählte er die durch die SPD angesetzten Ziele der Sondierungsgespräche auf und warnte vor einem frühzeitigen „Nein“ zur „Großen Koalition“. Er sieht die Gefahr von Neuwahlen, vor allem mit Blick auf Protestwähler, und fasst zusammen, dass für die SPD eine ganz andere Ausgangsstellung herrscht und hofft auf eine Erneuerung der Partei, welche auch durch die „GroKo“ möglich sei.

Michael Roth knüpfte an die Worte seines Vorredners an und betonte, wie wichtig ihm der heutige Austausch in seiner Heimat so kurz vor dem Sonderparteitag sei. Mit einem Blick auf die Vergangenheit zeigt Roth, dass die Opposition nicht automatisch eine Stärkung für die SPD bedeutet und er ist der Meinung, dass die SPD bereit ist, das „Risiko“ der Großen Koalition einzugehen. Abschließend hebt er noch hervor, dass die SPD immer einen Anspruch hat, Deutschland ein Stück besser zu machen und er sieht mit der „GroKo“ eine Chance auf eine Besserung in Deutschland und Europa.

Als letzter Redner des Abends legte Torsten Warnecke sein Visier auf die in 2018 anstehenden Landtagswahlen. Zu Beginn erläuterte er seinen Stolz über den Widerstand gegen die Schließung der Grundschule in Wölfershausen und betonte, dass es sein und der Wille der SPD sei, dass keine Schule geschlossen wird und wie wichtig eine gute Bildungspolitik sei. Er möchte auch weiterhin sein Bestes für seinen Wahlkreis geben und bestätigte erneut, wie bedeutend die Stärkung der Sozialdemokratie in Europa sei. Er beendete seine Rede mit der Forderung, die im Jetzt anstehenden Aufgaben anzugehen.

Zum Abschluss des Abends wurde Carsten Schneider ein Glas mit Salzkristallen durch Dieter Guderjahn überreicht, um Ihn an diesen schönen Abend und die Kaliregion zu erinnern. Schneider versicherte auch, dass das Präsent vor allem bei seinen Töchtern für funkelnde Augen sorgen wird.

 

Text & Fotos: Lukas Diebener

rot, gut aufgestellt, bürgernah.