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Antrag der SPD bezgl. Werra-Kalibergbaumuseum


Antrag der SPD Fraktion i.S. finanzieller Beteiligung des Landkreises Hersfeld – Rotenburg am Werra-Kalibergbaumuseum der Stadt Heringen (Werra).

Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung nehmen zur Kenntnis, dass sich der Landkreis Hersfeld mit einer Spende an den Bad Hersfelder Festspielen beteiligt. 

Da das Werra-Kalibergbaumuseum, wie die Bad Hersfelder Festspiele, eine große überregionale und vor allem kulturelle Bedeutung hat, fordern die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Heringen (Werra), dass im Doppelhaushalt 2019 / 2020 (und darüber hinaus) des Landkreises Hersfeld – Rotenburg ebenfalls finanzielle Mittel für das Werra–Kalibergbaumuseum der Stadt Heringen (Werra) veranschlagt und entsprechend zur Verfügung gestellt werden. 

Deshalb beschließt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Heringen (Werra):

der Magistrat der Stadt Heringen (Werra) wird gebeten, einen entsprechenden Antrag beim Landkreis Hersfeld–Rotenburg i.S. einer finanziellen Beteiligung am Werra–Kalibergbaumuseum der Stadt Heringen (Werra) schriftlich zu stellen. Der Magistrat der Stadt Heringen (Werra) wird außerdem gebeten alle Möglichkeiten zu prüfen, ob eine Umstrukturierung der Trägerschaft (Landkreis Hersfeld - Rotenburg mit Beteiligung weiterer Sponsoren) erfolgen kann und ob gemeinsam mit dem Unternehmen K+S Synergieeffekte geschaffen werden können (bspw. durch eine gemeinsame Verwaltung von Erlebnisbergwerk Merkers und Werra-Kaibergbaumuseum). 

Begründung

In der Haushaltsgenehmigung für das Jahr 2018 wird die Stadt Heringen auf der Seite 13 aufgefordert zum Handeln, da alleine das Werra-Kalibergbaumuseum und das Fritz-Kunze-Bad jährliche Defizite von weit über 1 Million Euro verursachen (wobei das Museum lediglich ein Defizit von ca. 100.000 Euro mit sich bringt).   

Eine Minderung des Defizits des Museums kann jedoch nur Sinn machen, wenn neben der Stadt Heringen (Werra) als Träger, dem Förderkreis des Museums als Förderer und dem Unternehmen K+S als langjähriger Unterstützer des Museums auch der Landkreis Hersfeld-Rotenburg das Werra-Kalibergbaumuseum unterstützt.

Das Museum liegt zwar in der Trägerschaft der Stadt Heringen (Werra), fälschlicherweise wird hierbei jedoch angenommen, dass es sich um ein nur die Stadt Heringen (Werra) betreffendes Museum handelt. Schließlich werden hier Exponate mit viel ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit ausgestellt, die die gesamte Kali-Region und darüber hinaus betreffen – und dies ist eben nicht nur die Stadt Heringen (Werra). Nicht umsonst spielt der Förderkreis des Kali-Bergbaumuseums mit dem Gedanken, sich um die Namensgebung „Deutsches Kali-Bergbaumuseum“ zu bewerben. Angesichts der Größe des Museums und der Besonderheit seiner Exponate ist es Einzigartig in ganz Deutschland. Dies sollte auch dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg bewusst sein.  

Der Landkreis Hersfeld–Rotenburg muss sich zu dieser Besonderheit in unserer Region bekennen und aus bildungstechnischen, kulturellen und touristischen Gründen ein besonderes Interesse am Erhalt dieses Museums haben. Eine finanzielle Beteiligung an dieser Einrichtung ist also folgerichtig. 

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